BürgerInnen Räte präsentieren ihre Ergebnisse

anläßlich des 1. witus BürgerInnen Rats

 

Fünf Wäldergemeinden setzen auf Kooperation: Die Wirtschafts- und Tourismusgenossenschaft witus hat in Kooperation mit den fünf Gemeinden den ersten regionalen BürgerInnen-Rat im Bregenzerwald einberufen.

15 zufällig ausgewählte Wälderinnen und Wälder konnten dadurch ihre Ideen für die zukünftige Entwicklung der witus-Gemeinden an eineinhalb Tagen diskutieren und aktiv einbringen.

 

 

Gemeinsames Schaffen

Die fünf Gemeinden Bezau, Bizau, Mellau, Reuthe und Schnepfau machen seit einiger Zeit „gemeinsame Sache“. So engagieren sie sich z. B. mit witus seit zwei Jahren zusammen mit 140 Unternehmern unterschiedlicher Branchen äußerst erfolgreich für eine lebenswerte, erfolgreiche und sichere Zukunft. Die vielen Aktionen und Projekte zeigen immer wieder aufs Neue, dass gemeinsames Schaffen und das sich Einbringen die ganze Region belebt und stärkt. Mit dem ersten BürgerInnen-Rat wurden nun die Bürgerinnen und Bürger der fünf witus-Gemeinden eingeladen, sich mit ihrer Meinung und ihren Ideen einzubringen. 15 Menschen nahmen die Einladung gerne an und beschäftigten sich mit den Fragen: Was ist uns in unserer Region wichtig? Wie können wir besser zusammenarbeiten? Worauf sollen wir Wert legen? Während eineinhalb Tagen des gemeinsamen Nachspürens und Weiterdenkens gelangten die BürgerInnen-Räte zur Erkenntnis, dass „die Zukunft gemeinsam gestalten heißt, sich Mit- und Füreinander aktiv einzubringen, Grenzen aufzulösen und damit neue Kräfte für sich selbst und die Region zu schöpfen. Wir alle sind witus!“ ist Uwe Scheffknecht, Teilnehmer am BürgerInnen- Rat, überzeugt.

Öffentliche Ideenpräsentation

Bei einem öffentlichen BürgerInnen-Café präsentierten sie den fünf Bürgermeistern, zahlreichen politischen Vertretern, Bürgern, Vertretern der Regio und der Offenen Jugendarbeit Bregenzerwald ihre Ergebnisse. Am wichtigsten waren die Themen „die jungen Menschen in unserer Region“, „es ist ein Miteinander, bei dem alle voneinander profitieren“ und „unsere Region hat Qualität“. Ein Jugendrat für das Erarbeiten der Anliegen der jungen Menschen in der Region wurde angeregt. Mit den rund 100 interessierten Besuchern diskutierten die BürgerInnen-Räte anschließend das Gehörte und vertieften die Themen und Einsichten.

 

Feedback einer Bürger Rätin:

Für mich  persönlich war der Bürgerrat eine einmalige Erfahrung, die ich nicht mehr missen möchte.  In dieser Runde von lauter total verschiedenen Menschen habe ich gesehen und gehört, wie verschieden jeder Einzelne über dieselben Situationen denkt. Es ist sehr wertvoll  dies zu hören, um von der eigenen (für mich ganz selbstverständlichen) Meinung, den Blick zu weiten und noch 16 Meinungen, die auch für jeden einzelnen  gut sind eine breitere Sichtweise auf die Dinge zu bekommen und das Verständnis für einander zu vergrößern. Im Bürgerrat selber ist jede Meinung wertvoll – und gibt so dem Einzelnen die Bestätigung ein wichtiger Teil vom Ganzen zu sein (der Bevölkerung). Ich möchte jedem gerne den Rat geben, sich auf das Abenteuer „Bürgerrat“ einzulassen, da man nur mit Gewinn nach Hause kommt! Ich persönlich bin froh, dass ich mich überwunden habe.

 

Resümee
Im Zentrum der Diskussionen des BürgerInnen-Rats stand die allgemeine Frage nach der Attraktivität des Bregenzerwaldes. In den Diskussionen der Teilnehmenden spitzte sich dieses Thema vor allem auf die Frage zu, welche konkreten Schritte wichtig sind, damit der Bregenzerwald seine Anziehungskraft nicht nur für seine Gäste sondern auch seine zukünftigen BewohnerInnen die heutige Jugend behält. In Zeiten des demographischen Wandels und der Urbanisierung sind ländliche Regionen immer stärker gefordert, ein Umfeld bereitzustellen das insbesondere für junge Menschen anregend ist. Die im BürgerInnen-Rat angesprochenen Maßnahmen und Lösungsvorschläge sind dazu gedacht genau auf diese Bedürfnisse zu reagieren. Der BürgerInnen-Rat betonte auch, dass die Attraktivität einer Region für junge Menschen eng mit ihrer längerfristigen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zusammenhängt. Im BürgerInnen-Rat wurde dieser Zusammenhang vor allem in den Diskussionen um das junge Handwerk und die Zukunft der Tourismusbranche klar. Der Appell lautet deshalb, dass die Region ihre Stärken, die sich in vielfältigen Qualitäten niederschlägt, so nutzen soll, dass auch die nachfolgenden Generationen sich heimisch fühlen und ihren Lebensmittelpunkt gerne im Bregenzerwald verankern.


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